Gorbitz wurde 1206 erstmals als Gurbewicz urkundlich erwähnt und entstand als slawische Siedlung am Westhang des Elbtals. Der Ortsname ist vom altsorbischen Wort Gorb = Hügel abgeleitet und weist auf die geografische Lage der Siedlung hin. Das Dorf besitzt zwei Dorfkerne, welche ab 1573 bis zur Eingemeindung nach Dresden die beiden selbstständigen Landgemeinden Ober- und Niedergorbitz bildeten. Dritter Ortsteil war das frühere Kammergut an der Kesselsdorfer Straße, dessen Felder heute vom Neubaugebiet Gorbitz eingenommen werden. Bereits zum Zeitpunkt der Ersterwähnung bestand hier ein deutscher Herrenhof der Familie von Gorbitz, die mehrfach in den Urkunden genannt wird.

Während des Siebenjährigen Krieges kam es um Gorbitz zu Kampfhandlungen, denen einige Gehöfte zum Opfer fielen. Hinzu kamen immer wieder Truppendurchmärsche auf der bedeutenden “Freybergischen Chaussee”, der heutigen Kesselsdorfer Straße. Diese bereits im Mittelalter wichtige Verkehrsverbindung führte am Dorfkern vorbei und wurde 1810 von Napoleon zur Chaussee ausgebaut. 1813 verhandelten Franzosen und Verbündete am 9./10. November im Gutshaus Kesselsdorfer Straße 139 und vereinbarten dort den Abzug der französischen Besatzung, womit Dresden eine Belagerung erspart blieb.

Nach dem großen Feuer von 1813 bauten die einheimischen Bauern von Altgorbitz die Bauernhöfe im oberen Bereich von Gorbitz neu auf.
Danach fand im Laufe der Jahre ein steter Wechsel der Besitzer des Reiterhofes statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es auch in Gorbitz einschneidende Veränderungen. Bereits 1945 wurde in der ehemaligen Gaststätte “Zum Reichsschmied”, nicht weit des Reiterhofs, an der Kesselsdorfer Straße das erste Dresdner Rundfunkstudio nach dem Kriege eingerichtet. Aus diesem entwickelte sich nach 1955 das Trickfilmstudio der DEFA. Die früheren Felder des Kammergutes fielen 1946 unter die Bodenreform und wurden ab1952 von der LPG “Einheit” (Niedergorbitz) bzw. der LPG “Bergland” (Obergorbitz) bearbeitet. Im Jahre 1989 kaufte der jetzige Betreiber des Reiterhofes, Klaus-Peter Eggert, die damals baufällige "Ruine" und baute sie wieder auf.